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UNABHÄNGIGE LISTE FREIBERG
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Freiberger Nachrichten am 26. März 2009
ULF-Gemeinderatsfraktion Freiberg
Verkehr, Verkehr ...
Das unendliche Thema in Freiberg hat durch einen Antrag der CDU-Fraktion eine weitere Variante bekommen: Die Ludwigsburger Straße soll frei werden von Lastwagen. Sehr schön für die Betroffenen. Auch der südliche Teil der Stuttgarter Straße (Bahnunterführung bis Kreisel) soll frei werden. Sehr schön. Aber: Fährt auch nur ein Fahrzeug weniger? Werden andere Straßen (z. B. die Mühlstraße) noch stärker belastet? Wie kommen die Lastwagen überhaupt in das Gewerbegebiet „Ludwigsburger Straße"? Soll die Bahnhofstraße benützt werden? Diese und weitere Fragen stellen sich, aber der Antrag wird im Gemeinderat überhaupt nicht behandelt. Die Verwaltung hat einen ähnlichen Antrag bereits bei den zuständigen Behörden gestellt.

Wir können uns nicht vorstellen, dass dies zu dem gewünschten Ziel führt, da es zu einer Belastungsverlagerung führt. Mit solchen Vorgängen haben wir leider schon genügend Erfahrung machen müssen.

Das Thema Sanierung der Mühlstraße: Was dort gemacht worden ist (bzw. nicht gemacht worden ist) wirkt lächerlich. Wenn es Gründe gibt, ein paar Fleckchen einzubringen und dann anzuhören, dann sollte man dies auch den Bürgern mitteilen.

Wir wollen uns auch nicht vertrösten lassen (auch andere Ortsdurchfahrten...). Eines steht fest: Die Mühlstraße ist nicht nur von der Anzahl der Fahrzeuge her sehr stark belastet, sondern auch von ihrer Art.

Im Industriegebiet Neckar sind eine Reihe von Betrieben, die hauptsächlich vom Verkehr leben („Logistik"). Darunter auch Betriebe, die mit Containerfahrzeugen arbeiten. Diese machen auf der schlechten Straße einen ungeheueren Lärm, besonders wenn Container leer sind. Davon kann sich jeder überzeugen. Die Anwohner allerdings müssen damit leben. Wir erwarten, dass die zuständigen Behörden in den nächsten Tagen erklären wie und wann es weitergeht.

Wir erwarten auch, dass wir in den nächsten Tagen das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung für die Nord-West-Trasse bekommen, am besten von den zuständigen Personen vorgestellt und mit einer Perspektive versehen. Es vergehen wieder Monate, die Sommerpause, das Jahr - ohne dass wir einen Schritt weiter sind.
Bernd Sprenger

 
ULF – Unabhängige Liste Freiberg
ULF wurde vor 10 gegründet und unterliegt entgegen den Bundesparteien keinen übergeordneten Vorgaben und keinem Fraktionszwang. Die Anliegen der Freiberger Bevölkerung bilden die alleinige Grundlage für alle kommunalpolitischen Aktivitäten und Entscheidungen. Dieser Philosophie folgend ist die ULF von Anfang an mit 3 Sitzen im Stadtrat vertreten und kann inzwischen auch auf beachtliche Erfolge zurückblicken. Ein herausragendes Beispiel ist das besondere Engagement im Zusammenhang des Bonus-Marktes in Geisingen. Mit Umfrageaktionen und Informationsveranstaltungen zu aktuellen Projekten wie dem Bahnhofsareal oder der Verkehrssituation ist ULF stets um eine sachlich neutrale Position bemüht. Das aktuelle Programm der ULF umfasst eine Vielzahl von Einzelzielen in allen Bereichen der Kommunalpolitik. Schwerpunkte bilden die Themenblöcke: Verkehrssituation, Lärmreduzierung und Umweltschutz. So wird ein alleiniger Autobahn-Halbanschluss sehr kritisch gesehen. Dagegen stehen interkommunale Verkehrskonzepte wie beispielsweise der Oed`sche Ring um Freiberg im Focus der Betrachtung. ULF setzt in diesem Zusammenhang auf Lösungen, welche für Freiberg und alle benachbarten Kommunen den best erzielbaren Kompromiss mit den höchsten Realisierungschancen darstellt. Einseitige Planungen auf dem Rücken anderer Kommunen werden als nicht zielführend gesehen. Weitere Themen zu denen konkret Position bezogen wird sind: Wirtschaftsstandort, Kinderbetreuung, Infrastruktur, Stadtentwicklung, Kultur, Senioren und Bürgernähe. Die nominierten Kandidatinnen und Kandidaten sind Personen die über spezifische Qualifikationen verfügen und vielfach auch ehrenamtlich engagiert sind. Sie sind parteipolitisch unabhängig und entscheiden mit persönlicher Verantwortung für die Interessen und zum Wohle aller in Freiberg lebender Menschen.

 
Freiberger Nachrichten Ausgabe 02/2019
Verkehrssituation in Freiberg – ULF sieht Handlungsbedarf
Freiberg leidet wie viele Kommunen im Großraum Stuttgart unter dem ständig wachsenden Verkehrsaufkommen. An den neuralgischen Stellen kommt es gerade zu den Hauptverkehrszeiten zu Überlastungen, insbesondere an Kreuzungen oder Einmündungen.

Seit längerem besteht einer der Verkehrsschwerpunkte an der Kreuzung Stuttgarter Straße / Alte Bahnlinie bzw. Bahnhofstraße. Der von der Alten Bahnlinie in die Stuttgarter Straße einfahrende Rechtsabbliegerverkehr kommt unnötigerweise zum Stocken wenn die Ampel auf rot ist, gleichzeitig aber keine Fahrzeuge von der Stuttgarter Straße bergauf in die Kreuzung einfahren. Diese Situation führt immer wieder zum Rückstau auf der Alten Bahnlinie. Um den Rechtsabbiegeverkehr möglichst flüssig zu halten und umweltbelastende Standzeiten zu vermeiden schlägt die Unabhängige Liste Freiberg (ULF) einen grünen Rechtsabbiegepfeil neben der Ampel vor. Dieser gestattet dem Fahrzeugverkehr auch bei Rot, nach kurzem Halt und Beachtung der Verkehrslage, nach rechts abzubiegen. Einen entsprechenden Antrag hat die ULF am 18.12.2018 in den Gemeinderat eingebracht.

Ein anderes derzeit heftig diskutiertes Ärgernis ist die Einmündung der Mundelsheimer Straße in die Benninger Straße. Der dortige Zustand erzürnt inzwischen nicht nur die Freiberger Bürger, weshalb der Ruf nach einem interkommunalen Verkehrskonzept wieder lauter wird. Dabei war dieses Thema schon vor etlichen Jahren auf der Agenda der Kommunalarbeit in Freiberg. Verschiedene Ansätze wie die Schwörertrasse, die Ostumfahrung, die Nordwestumfahrung oder der Oed’sche Ring hatten seinerzeit jedoch keine Aussicht auf Realisierung. Zu differenziert war die Interessenslage der beteiligten Kommunen. Gerade dem Oed’schen Ring galt und gilt seitens der ULF große Beachtung, da dieser durch seinen Ringcharakter den Verkehr durch Freiberg deutlich mindern könnte. Ein erster Baustein dieser Lösung ist die neue Neckarbrücke in Benningen. Sollte es gelingen zukünftig den über diese Brücke kommenden Verkehr nicht mehr Richtung Freiberg sondern auf die Ludwigsburger Straße westlich von Benningen zu leiten, wäre ein erster Teilerfolg erreicht. Die ULF wird diesen Ansatz weiterverfolgen und unterstützt damit auch das interkommunale Verkehrskonzept in Freiberg, bei dem die Gemeinde Benningen als wichtiger Partner dringend an den künftigen Gesprächen des „Runden Tisches“ beteiligt werden muss.

 
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